Vielfältige Landschaften
Der Weg bietet ein visuelles Epos. Von den Vulkanplateaus des Velay bis zu den wilden Wäldern der Margeride. Die Cevennen bieten tiefe Schluchten, bevor die mediterrane Vegetation des Südens übernimmt.
Die Geschichte des Regordane-Wegs ist ein in Stein gemeißeltes Epos, das sich über mehr als zwei Jahrtausende erstreckt. Lange bevor er ein Fernwanderweg wurde, war dieser Weg eine geografische Notwendigkeit: Er folgt der geologischen Verwerfung von Regordane, die die Überquerung der Cevennen ermöglicht. Schon in der Antike nutzten ihn Gallier und Römer als strategische Kommunikationsachse.
Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert wurde er zu einer der meistbefahrenen Straßen Frankreichs. Es war die Handelsroute schlechthin: Salz aus der Camargue wanderte nach Norden, während Wein aus dem Zentralmassiv nach Süden floss. Gleichzeitig war der Regordane ein Pilgerweg, der Gläubige zum Grab des Heiligen Ägidius (Saint Gilles) führte.
Entlang des Weges entstanden mächtige Abteien und befestigte Dörfer, um Reisende zu schützen und zu besteuern. Das Château de Portes wachte über diesen unaufhörlichen Reichtumsfluss. Während der Religionskriege wurden die Cevennen zu einer Hochburg der Protestanten, und der Weg war Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen.
Später verlor der Regordane durch den Bau der "Königsstraße" und die Ankunft der Eisenbahn an wirtschaftlicher Bedeutung. Er wurde dann von Hirten und ihren Herden gerettet.
Heute hat der GR®700 diese alte Route wiederbelebt. Wenn man auf dem Regordane wandert, durchquert man nicht nur Landschaften, sondern reist in der Zeit zurück und betritt den Boden derer, die das wirtschaftliche und spirituelle Herz Südfrankreichs zum Schlagen brachten.
"Es ist der Weg der Kaufleute, Ritter und Heiligen."
Detaillierte GPS-Tracks finden Sie auf:
GR-Infos.com besuchenDer Weg bietet ein visuelles Epos. Von den Vulkanplateaus des Velay bis zu den wilden Wäldern der Margeride. Die Cevennen bieten tiefe Schluchten, bevor die mediterrane Vegetation des Südens übernimmt.
Auf den Hochebenen blühen Narzissen, während die Cevennen von riesigen Kastanienwäldern dominiert werden. Gänsegeier beherrschen den Himmel. Die Reise endet bei den rosa Flamingos und weißen Pferden der Camargue.
Entlang des GR®700 wird das Erbe durchquert. Die Kathedrale in Le Puy-en-Velay und die Abtei Notre-Dame-des-Neiges in der Lozère sind Highlights.
Architektonischer Höhepunkt ist La Garde-Guérin über den Schluchten des Chassezac und das Château de Portes.
In Nîmes übernimmt die römische Geschichte. Die Route endet spektakulär an der Abtei Saint-Gilles.